„Die Erfahrungen, die ich sammle, helfen mir meinem Wunschberuf näher zu kommen“

Erfahrungsbericht von Thu, 20 Jahre

Einführung:

Thu macht derzeit ein freiwilliges soziales Jahr in der Kita Ahorn Str. in Laatzen. Angefangen hat er sein FSJ Mitte September 2018 und enden wird es ein Jahr später im September 2019. Für ein FSJ hatte er sich entschieden, da er sich neu orientieren wollte. Nachdem er zuvor die Schule abgebrochen hatte, wollte er mit dem Freiwilligendienst im sozialen Bereich seinem Ziel Psychologie zu studieren einen Schritt näherkommen. Das FSJ sieht er als Grundstein seiner weiteren Laufbahn. Insbesondere im Bereich Sozialpädagogik konnte er sich dafür bereits Wissen aneignen. Seine Bewerbung hatte er im Rathaus beim Team Personal eingereicht. Daraufhin wurde er zur Hospitation mit anschließendem Bewerbungsgespräch eingeladen. Empfohlen hatte ihm das FSJ ein Freund, der ihm viele neue Perspektiven und Erfahrungen vorhergesagt hatte. Thu arbeitet in der Woche 39 Stunden mit einer täglichen Arbeitszeit von 8:00-16:30 Uhr (freitags meistens bis drei Uhr).  Für seinen Einsatz erhält er ein Taschengeld in Höhe von 357 €.

Seine Tätigkeiten im FSJ:

Thu beschreibt sich als helfende Hand. Da, wo Hilfe benötigt wird, unterstützt er seine Kolleginnen und Kollegen. Seine Aufgaben seien mehr als nur spielen und basteln mit den Kindern. Er sieht sich selbst als Sportlehrer, der nicht nur am Rand steht und zu guckt, so wie es viele Sportlehrer machen, sondern einer, der aktiv mitmacht. Besonders freut es ihn, wenn die Kinder auf ihn zu kommen und er sie beschäftigen kann.

War das FSJ die richtige Entscheidung?

Ohne großes Zögern bejahte Thu die Frage. Seiner Meinung nach sei jede Kita einzigartig, so dass man diese nicht vergleichen könne. Diese Meinung konnte er entwickeln, da er bereits in drei unterschiedlichen Kitas eingesetzt wurde. Obwohl alle drei Kitas das gleiche Ziel verfolgen, die Kinder bestmöglich zu betreuen, fielen ihm Unterschiede innerhalb des Kollegiums, der Atmosphäre in der Kita und dem Umgang mit den Kindern auf. Dies mache den Freiwilligendienst auch so interessant.

Darüber hinaus betonte Thu, dass ihm die Teilnahme an den Seminaren sehr viel Spaß bereitete und ihm diese für seine persönliche, als auch fachliche Weiterentwicklung verhelfen konnte. Vor dem ersten einwöchigen Einführungsseminar sei er sehr aufgeregt gewesen, da er die anderen Freiwilligen zuvor nicht kannte. Aber bereits nach ein paar Stunden sei die Aufregung verflogen und das Kennenlernen habe schnell geklappt. Ein Seminartag bestand aus einer Morgenrunde, dem Seminar an sich, Freizeit und der Abendrunde. Während bei der Morgenrunde die Wichtigsten organisatorischen Aspekte geregelt wurden, reflektierten bei der Abendrunde alle gemeinsam den Tag. Die Seminare beinhalteten Themen im sozialpädagogischen Bereich wie Umgang mit Autismus oder kulturellen Hintergründen bei Kindern.  

Insgesamt empfindet er seine Entscheidung, ein FSJ zu machen als die Richtige. Thu erhält einen Einblick in die Arbeitswelt, kann Erfahrungen sammeln und lernt zudem etwas für sein Ziel Psychologie zu studieren.

(Stand April 2019)

© Ilka Hanenkamp-Ley