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Leben in der Stadt zu Corona-Zeiten

D75 2614 ©Stadt LaatzenD75 2614 ©Stadt Laatzen

Gedenken an die Pogromnacht

Jürgen Köhne und Silke Rehmert erinnern das Schrecken von 1938

Zum Gedenken an die Ereignisse der Pogromnacht 1938 haben Bürgermeister Jürgen Köhne und Ortsbürgermeisterin Silke Rehmert heute Abend einen Kranz der Stadt Laatzen und einen Kranz des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden Niedersachsen am Gedenkstein der jüdischen Gemeinde niedergelegt. „Auch heute noch geschehen antisemitische Handlungen in der Stadt Laatzen, der Region Hannover, in Niedersachsen und in Deutschland.“, mahnte Köhne in seiner kurzen Ansprache vor Pressevertretern. Dieses Gedenken heute sei wichtig, damit sich eine Pogromnacht nicht wiederhole: „Denn auch bereits vor dem 9.11.1938 wurden Juden drangsaliert und gedemütigt.“

Silke Rehmert erinnerte noch einmal an die jüngst verstorbenen Ehrenbürger der Stadt Laatzen Salomon Finkelstein und Henry Korman, die insbesondere mit der Albert-Einstein-Schule verbunden waren. Schülerinnen und Schüler dieser Schule haben Wände für die dem Gedenkstein benachbarte Trafostation gestaltet, die aufgrund des Corona-Geschehens heute nicht angebracht werden konnten.

Es ist auch die Infektionslage, wegen der zu dieser Gedenkveranstaltung in diesem Jahr erstmals nicht öffentlich eingeladen wurde, da so viele Menschen auf dem kleinen Bereich vor dem Gedenkstein an der Hildesheimer Straße unter Einhaltung der Corona-Vorschriften nicht hätten Platz finden können.