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Leben in der Stadt zu Corona-Zeiten

Schwarzer Streifen mit Inschrift Präventionskette Niedersachsen: Gesund aufwachsen für alle Kinder. Dahinter grafische Muster in verschiedenen Farben.Schwarzer Streifen mit Inschrift Präventionskette Niedersachsen: Gesund aufwachsen für alle Kinder. Dahinter grafische Muster in verschiedenen Farben.

Präventionskette Laatzen

 

Innerhalb der Region Hannover leben in Laatzen überdurchschnittlich viele Kinder, die von Armut bedroht oder betroffen sind. Trotz einer angespannten Haushaltslage investiert Laatzen deshalb jedes Jahr rund eine Million Euro für zusätzliche Leistungen, die die gesetzlichen Mindeststandards übersteigen. Davon profitieren alle Einrichtungen in Laatzen, unabhängig von der Trägerschaft. Die verschiedenen präventiven Angebote sind jedoch noch nicht immer optimal aufeinander abgestimmt. Auch erreichen noch nicht alle präventiven Angebote ihre Zielgruppen.

Das Landesprogramm „Präventionskette Niedersachsen: Gesund aufwachsen für alle Kinder!“ unterstützt Kommunen deshalb beim Aufbau einer integrierten kommunalen Strategie gegen Kinderarmut.

Eine Präventionskette ist eine integrierte kommunale Strategie zur Prävention und Gesundheitsförderung. Ziel ist, in allen Altersphasen umfassende Teilhabechancen für alle Kinder zu ermöglichen, insbesondere aber für von Armut betroffene und weitere sozial benachteiligte Kinder.

Ein Beispiel zur Verdeutlichung: Wachsen Kinder in einer von Armut betroffenen Familie auf, sind sie im Laufe ihres Lebens vielen Risikofaktoren ausgesetzt, welche sich über verschiedene Lebenslagen erstrecken, z.B. den Bereich der Entwicklung, der Bildung oder der Gesundheit. Auf diese sogenannte Risikokette soll durch eine integrierte kommunale Strategie eine Antwort, die sogenannte Präventionskette, gefunden werden.

Konkret heißt das für Laatzen, dass alle präventiven Angebote im Rahmen einer Gesamtstrategie aufeinander abgestimmt werden sollen. Es soll sichergestellt werden, dass die vielfältigen Angebote alle Kinder und Familien erreichen und besonders diejenigen, die von Armut betroffen sind.

Diese Bemühungen umfassen alle Akteurinnen und Akteure, Angebote und Maßnahmen sowie die fachspezifischen Netzwerke. Der Bestand präventiver Angebote von öffentlichen sowie allen freien Trägern wird systematisch analysiert.

Dabei stehen die Bedarfe und Bedürfnisse von Kindern und Familien im Vordergrund. Die Analyse orientiert sich am Lebenslauf von Kindern und Jugendlichen: angefangen bei Schwangerschaft und Geburt, über die Zeit in der KiTa und der Grundschule bis hin zum Berufseinstieg. Dabei werden besonders die Übergänge zwischen den Lebensphasen und den aufeinander folgenden Institutionen und zuständigen sozialen Diensten in den Blick genommen. Eventuell bestehende Doppelstrukturen in der Angebotslandschaft sollen abgebaut und Lücken geschlossen werden.

Informationen zum Landesprogramm "Präventionsketten Niedersachsen - Gesund aufwachsen für alle Kinder!" finden Sie unter https://www.praeventionsketten-nds.de/