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Mutter mit drei Kindern, die alle spielenMutter mit drei Kindern, die alle spielen

Frühe Hilfen - Unsere Familienangebote und -förderung

Seit 2012 sind die Frühen Hilfen im Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz (KKG) gesetzlich verankert. Laut Definition des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen, bilden die Frühen Hilfen lokale und regionale Unterstützungssysteme mit koordinierten Hilfsangeboten für Eltern und Kinder ab Beginn der Schwangerschaft und in den ersten drei Lebensjahren. Frühen Hilfen liegen interdisziplinäre Kooperationsstrukturen und Netzwerke zwischen Jugendhilfe und Gesundheitshilfe zugrunde.

Das Netzwerk „Frühe Hilfen in Laatzen“ sieht seine Aufgabe darin, die Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern nachhaltig zu verbessern. Dazu bieten wir durch unterschiedliche Träger und Institutionen, flächendeckende und bedarfsgerechte Angebote und Maßnahmen an, die Eltern in ihrer Erziehungskompetenz unterstützen und maßgeblich zum gesunden Aufwachsen von Kindern beitragen. Über die stadtweite Vernetzung sollen alle Eltern früh erreicht, Angebote leicht zugänglich gemacht, Übergänge und Zusammenarbeit zwischen den Netzwerkakteuren gestärkt sowie die Angebote bedarfsgerecht ausgebaut bzw. weiterentwickelt werden. Die Koordination des Netzwerks ist eine fortbestehende gesetzliche Aufgabe (§ 1-4. KKG; Artikel1.BkiSchG)

Ein weiterer Schwerpunkt ist es, das Recht auf Schutz, Förderung und Teilhabe von Familien in Laatzen zu sichern.

Professionelle Kooperation, bürgerschaftliches Engagement und die Stärkung sozialer Netzwerke von Familien bilden die Basis der Frühen Hilfen. Zentral für die praktische Umsetzung der Frühen Hilfen ist eine enge Vernetzung und Kooperation von Institutionen und Angeboten aus den Bereichen der Schwangerenberatung, des Gesundheitswesens, der interdisziplinären Frühförderung, der Kinder- und Jugendhilfe, der Eltern- und Familienbildung, der Schule und weiterer sozialer Dienste.

Das Netzwerk Frühe Hilfen in Laatzen wächst stetig. Im Moment gehören u.a. die Vertreter/-innen folgender Berufsgruppen dazu: Mitarbeiter/-innen des Gesundheitsamtes, Jobcenters, Niedergelassene Kinder-, Frauen-, und Allgemeinmediziner/-innen, Hebammen, Erzieher/-innen, Psychologen/-innen, Ergotherapeuten, Familienhebammen und Familienkinderkrankenschwestern, Suchtberatungsstellen, Frühförderung, Sozialpsychiatrischer Dienst, Familienservicebüros, Schuldnerberatung, Frauenzentrum, Netzwerk für Flüchtlinge. Eingebunden in das Netzwerk sind auch Vertrete/-innen von Kinder- und Frauenkliniken inklusive Entbindungsstationen (Babylotsin), Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen, Erziehungsberatungsstellen und die Polizei. Die aktuelle Liste der Netzwerk- und Korporationspartner finden Sie hier.

Zudem koordinieren Frühe Hilfen den Einsatz von Familienhebammen und Familienkrankenschwestern. Frühe Hilfen beraten und informieren (werdende) Eltern über Leistungsangebote, vermitteln Hilfen in Belastungssituationen und beraten zu Fragen der Schwangerschaft, Geburt und Entwicklung des Kindes in den ersten Lebensjahren.

Die Familienhebamme und Familienkinderkrankenschwester begleitet Schwangere und Mütter im ersten Lebensjahr des Kindes. Sie macht Hausbesuche, betreut und berät die Eltern zum Thema Schwangerschaft, Umgang, Ernährung und Pflege des Neugeborenen. Außerdem unterstützt sie bei Arztbesuchen und Behördenangelegenheiten. Besonders für Alleinerziehende und bei belasteten Familiensituationen bietet die Hilfe der Hebamme eine Entlastung innerhalb der Familie. Dieses Angebot richtet sich besonders an Eltern mit Kindern, die schwierige Startbedingungen haben.

Die Netzwerkkoordinierende „Frühe Hilfen“ ist:

  • Anlaufstelle und Lotse vor Ort für Fachkräfte (Hebammen, Ärztinnen/Ärzte, Geburtsklinik, Beratungsstellen, Jugendamt/Kommunaler Sozialer Dienst, etc.) und Eltern. Sie koordiniert den Einsatz der Familienhebammen und kümmert sich um Organisation, Pflege und Weiterentwicklung des bestehenden Netzwerks Frühe Hilfen. Hierzu gehört auch das Erstellen eines regelmäßig erscheinenden Newsletters, Organisation und Teilnahme an verschiedenen Arbeitskreisen, Qualitätszirkeln und runden Tischen sowie die konzeptionelle Weiterentwicklung von Angeboten im Bereich Früher Hilfen.

  • Als erste Anlauf-und Beratungsmöglichkeit informiert über regionale Angebote für Eltern und Kinder, wie z.B. Eltern-Kind – Gruppen, Eltern-Kind-Kurse, Elterntreffs, Sprach- und Bildungsangebote usw. und vermittelt Hilfen und Unterstützungsmöglichkeiten wie beispielweise die entwicklungspsychologische Beratung, den Einsatz von Familienhebammen und die Vermittlung von niedrigschwelliger Familienhilfe.

„Was sind Frühe Hilfen“  

(45) Was sind Frühe Hilfen? - YouTube

Der dreiminütige Film erklärt spielerisch, was Frühe Hilfen sind und wie Schwangere und Familien mit Unterstützungsbedarf die Angebote erhalten können. 

Seit 2018 werden zusätzlich in der Qualitätswerkstatt Frühe Hilfen Familienangebote sowie fachspezifische Themen der Frühen Hilfen vertieft. Daraus können Arbeitskreise entstehen z. B. mit dem Ziel, Unterstützungslücken zu schließen oder Fachlichkeit zu erhöhen.  

Wenn Sie Interesse haben im Netzwerk Frühe Hilfen aufgenommen oder informiert zu werden, nehmen Sie gerne Kontakt zu der Netzwerkkoordinatorin auf.