
Aktuelles zum Insolvenzverfahren der Leine-VHS
Leine-Laden bleibt erhalten und übriger Geschäftsbetrieb endet
Der Leine-Laden an der Hildesheimer Straße 37 bleibt für Laatzen erhalten. Ein regionaler Träger übernimmt den Second-Hand-Laden und setzt den Betrieb am bisherigen Standort fort. Der übrige Geschäftsbetrieb der Leine-Volkshochschule Laatzen gGmbH kann dagegen nicht fortgeführt werden und am 28. August 2026 eingestellt.
Rund zweieinhalb Monate nachdem die Leine-Volkshochschule Laatzen gGmbH, ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Stadt Laatzen, beim Amtsgericht Hannover wegen drohender Zahlungsunfähigkeit einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt hatte, informieren Bastian Wegener (Geschäftsführer), Kai Eggert (Aufsichtsratsvorsitzender) und der gerichtlich bestellte vorläufige Insolvenzverwalter Björn von Gösseln über den aktuellen Stand.
Fortführung des Leine-Ladens unter neuem Träger
Der Leine-Laden, ein Geschäft für verschiedene Second-Hand-Waren an der Hildesheimer Straße 37 in 30880 Laatzen bleibt erhalten.
Derzeit bestehen im Leine-Laden 35 Arbeitsgelegenheiten. Dabei handelt es sich um vom Jobcenter geförderte Maßnahmen nach § 16d SGB II. Sie richten sich an erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die länger arbeitslos sind, und sollen ihnen den Weg zurück in den allgemeinen Arbeitsmarkt erleichtern. Außerdem arbeiten dort zwei Mitarbeitende, deren Stellen nach § 16i SGB II gefördert werden. Mit dieser Förderung werden sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse für Menschen unterstützt, die über längere Zeit arbeitslos waren.
„Ich bin dankbar, dass wir diesen Bereich der Leine-VHS retten und einen lückenlosen Übergang ermöglichen konnten“, betont Geschäftsführer Bastian Wegener. „Der Leine-Laden ist für viele Menschen in Laatzen und darüber hinaus ein bekanntes Angebot. Umso wichtiger ist es, dass der Standort erhalten bleibt und die dort eingesetzten Menschen eine Perspektive haben.“
Geschäftsbetrieb der Leine-VHS wird eingestellt
Für den übrigen Geschäftsbetrieb der Leine-Volkshochschule Laatzen gGmbH gibt es keine Fortführungsperspektive. Der vorläufige Insolvenzverwalter hat sein Gutachten am 27. August 2026 beim Amtsgericht Hannover eingereicht. Danach ist eine Fortführung des Betriebs nicht möglich. Die Leine-Volkshochschule Laatzen gGmbH stellt ihren Betrieb deshalb mit Ablauf des 28. August 2026 ein.
Die Beschäftigten wurden darüber informiert, dass ihre Arbeitsverhältnisse beendet werden. „Das ist ein schwerer Tag für die Beschäftigten der Leine-VHS. Viele Kolleginnen und Kollegen haben sich über Jahre mit großer Verlässlichkeit für Bildung, Integration und Teilhabe in Laatzen eingesetzt. Dass wir den Betrieb nicht erhalten können, bedauere ich sehr. Ich wünsche allen Betroffenen für ihren weiteren Weg alles Gute“, so VHS-Geschäftsführer Bastian Wegener.
Integrationsmodule abgeschlossen
Bis zur Einstellung des Geschäftsbetriebs konnten laufende Integrationsmodule abgeschlossen werden.
Die Stadt Laatzen prüft derzeit, wie Angebote der Erwachsenenbildung in Laatzen künftig mit anderen Bildungsträgern fortgeführt werden können. Sobald konkrete Informationen vorliegen, wird die Stadt darüber informieren.
Aufsichtsratsvorsitzender der Leine-Volkshochschule Laatzen gGmbH und Bürgermeister Kai Eggert erklärt: „Die aktuelle Entwicklung der Leine-VHS bedauere ich sehr, da ich fünf Jahre für den Erhalt gekämpft habe. Nach sorgfältiger Prüfung aller Möglichkeiten mussten wir nun jedoch akzeptieren, dass eine Fortführung des Geschäftsbetriebs nicht mehr darstellbar ist. Gleichzeitig bin ich zufrieden, dass der Leine-Laden erhalten bleibt. Nun richten wir den Blick nach vorn. Auch in Zukunft bleibt es unser Anspruch, den Menschen in Laatzen weiterhin eine gute Erwachsenenbildung sowie Angebote zur Integration und Teilhabe zu ermöglichen.“

