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Zwei Männer und eine Frau halten eine silberne Kapsel über eine Öffnung aus Mauersteinen.

Grundstein für den Neubau der Grundschule Im Langen Feld gelegt

Bauliche Fertigstellung des Schulgebäudes in 2027

Gemalte Bilder und Fotos der jungen Schülerinnen und Schüler, Baupläne, eine tagesaktuelle Ausgabe der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung sowie Einladung und Urkunde zur Grundsteinlegung: Diese Erinnerungsstücke hat Laatzens Bürgermeister Kai Eggert am Dienstag, 11. August 2026, in einer Zeitkapsel im Grundstein des Neubaus der Grundschule Im Langen Feld eingemauert. Gemeinsam mit Schulgemeinschaft, Politik und Baubeteiligten legte er damit den Grundstein für das neue Schulgebäude.

Der Neubau ist auf bis zu 416 Schülerinnen und Schüler ausgelegt und soll deutlich mehr Platz für Unterricht, Ganztag, Differenzierung und gemeinsames Essen schaffen. Nach derzeitigem Stand soll das Schulgebäude zum Ende des Sommers 2027 baulich fertiggestellt werden. Die Stadt investiert rund 34 Millionen Euro in das Bildungs- und Bauprojekt.

Bürgermeister Kai Eggert dankte der Schulgemeinschaft und allen Baubeteiligten: „Eine Baustelle neben dem laufenden Schulbetrieb ist für Kinder, Eltern, Lehrkräfte und Beschäftigte eine spürbare Belastung. Umso mehr danke ich allen für Geduld, Flexibilität und Verständnis. Zugleich gilt mein Dank den Planenden, den ausführenden Firmen und allen, die dieses anspruchsvolle Projekt Tag für Tag voranbringen.“ Anschließend verlas er die von ihm unterzeichnete Urkunde zur Grundsteinlegung, die ebenfalls in der Zeitkapsel verstaut wurde. „Der Unterzeichner und alle am Bau Beteiligten wünschen dem Bau eine gute Vollendung und allen künftigen Nutzerinnen und Nutzern beste Voraussetzungen zum Lernen und Arbeiten.“

Anja Chrobock, Schulleiterin der Grundschule Im Langen Feld, freute sich ebenfalls über den Meilenstein: „Heute ist ein ganz besonderer Tag für unsere Schule, denn heute legen wir den Grundstein für etwas, was unsere Schulgemeinschaft schon lange vorbereitet hat und worauf wir schon lange hinfiebern: unser neues Schulgebäude. Der Neubau ist für unsere Schule nicht nur ein neues Gebäude, sondern auch ein Stück Zukunft. Denn er schafft das, was wir dringend brauchen: mehr Platz, mehr Raum und bessere Möglichkeiten zum Lernen und Arbeiten, aber auch zum Wohlfühlen im Ganztag.“

Anschließend ließen Bürgermeister Kai Eggert, Stadtrat Hauke Schröder und Schulleiterin Anja Chrobock die Zeitkapsel in den Grundstein ein.

Aktueller Stand auf der Baustelle

Auf der Baustelle der Grundschule Im Langen Feld wächst der Neubau derzeit an mehreren Stellen gleichzeitig. Die drei Gebäudeteile, die Trakte A, B und C, sind unterschiedlich weit fortgeschritten. In den Trakten B und C sind die Bodenplatten bereits fertiggestellt, in Trakt C stehen außerdem erste Stahlbetonwände. In Trakt A wird derzeit die Bodenplatte vorbereitet.

Die Rohbauer sind täglich auf der Baustelle im Einsatz. Weitere Firmen, etwa für Erdarbeiten und die Abdichtung des Gebäudes gegen Feuchtigkeit, kommen je nach Bauabschnitt hinzu. Lärmintensivere Betonarbeiten in Trakt C, bei denen auch Lastwagen und Betonpumpen zum Einsatz kamen, konnten während der Schließzeit der angrenzenden Kita Wülferoder Straße ausgeführt werden.

In den nächsten Schritten gehen die Arbeiten an allen drei Trakten weiter. In Trakt C entstehen die Wände im Erdgeschoss, zudem wird die Decke über dem Erdgeschoss vorbereitet. In Trakt B folgen die Arbeiten an den Stahlbetonwänden. In Trakt A soll die Bodenplatte nach Abschluss der Vorbereitungen betoniert werden.

Die einzelnen Bauabschnitte

Die Baustelle wurde Anfang August 2025 eingerichtet. In einem ersten Schritt wurden die Sporthalle, die Quatschkiste und das Hausmeistergebäude abgerissen. Auf der ehemaligen Fläche der Sporthalle entsteht nun der Neubau der Grundschule.

Während der Bauzeit findet der Schulbetrieb weiterhin im Altbau statt. Dadurch sind keine Übergangslösungen mit Containern notwendig. Erst nach dem Umzug der Schule in den Neubau wird der Altbau abgerissen. Auf dieser Fläche soll anschließend die neue Sporthalle entstehen. Übergangsweise findet der Sportunterricht in der Sporthalle Am Kiefernweg statt.

Das Gesamtprojekt ist in vier Bauabschnitte gegliedert: Nach dem Abriss von Sporthalle, Quatschkiste und Hausmeistergebäude folgt der Neubau der Grundschule auf der freigewordenen Fläche. Anschließend wird das alte Schulgebäude abgerissen. Den Abschluss bilden der Neubau der Sporthalle und die Außenanlagen.

Das Schulgebäude soll zum Ende des Sommers 2027 baulich fertiggestellt werden; die Möblierung erfolgt im Anschluss. Der Neubau der Sporthalle ist als vierter und letzter Bauabschnitt vorgesehen. Die Gesamtfertigstellung des Schulprojektes ist für 2029 geplant.

Über das Neubauprojekt

Der Neubau ist auf bis zu 416 Schülerinnen und Schüler ausgelegt. Aktuell besuchen rund 290 Kinder die Schule, die derzeit 3,5-zügig ist. Das neue Gebäude soll 16 Klassenräume, Räume für den Ganztagsunterricht, Differenzierungsräume, eine Mensa mit 196 Sitzplätzen sowie Flächen für den Ganztagsbetrieb erhalten. Die Mensa kann zugleich als Aula für bis zu 300 Personen genutzt werden.

Mit dem Neubau erhält die Grundschule Im Langen Feld mit rund 3.400 Quadratmetern deutlich mehr Nutzfläche als das alte Bestandsgebäude mit etwa 2.200 Quadratmetern. Damit entstehen nicht nur zusätzliche Unterrichtsräume, sondern auch Räume für kleinere Lerngruppen, Ganztagsangebote und gemeinsames Essen.

Ein besonderer Fokus liegt auf Nachhaltigkeit: Geplant ist der Einsatz von Photovoltaik zur Stromgewinnung. Die Anlage mit einer Gesamtfläche von rund 2.600 Quadratmetern und einer Gesamtleistung von über 465 kWp wird durch einen Batteriespeicher ergänzt. Eine extensive Dachbegrünung wird zur Verbesserung des Mikroklimas beitragen, Regenwasser zurückhalten und die Dächer vor Aufheizung schützen. Die Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung tragen zur Energieeinsparung des Passivhausgebäudes bei. Nach einer Einlaufphase mit Monitoring unter Nutzung der Nahwärmeversorgung der benachbarten Albert-Einstein-Schule können dann notwendige Wärmepumpen leistungsgerecht dimensioniert eingebaut werden.