
Laatzener Kinder gestalten ihre Stadt
Bürgermeister Kai Eggert besucht zweite Kinderstadt
Im Kinder- und Jugendzentrum herrscht in dieser Woche geschäftiges Treiben: Werkstätten haben geöffnet, eine Zeitung entsteht, im Bistro wechseln „Lala’s“ den Besitzer und im Rathaus stimmen der gewählte eigene Rat mit Bürgermeister über die nächsten Entscheidungen ihrer Kinderstadt ab. Nach ihrem erfolgreichen Start im letzten findet die Kinderstadt zum zweiten Mal statt. 120 Kinder im Alter von sechs bis 12 Jahren gestalten ihre eigene lebendige Stadtgesellschaft.
Bürgermeister Kai Eggert besuchte die Kinderstadt am Donnerstag, den 9. Juli 2026, und erlebte vor Ort, wie Kinder demokratische Abläufe, Arbeit, Mitbestimmung und gemeinschaftliches Handeln spielerisch kennenlernen. Vom 6. bis 10. Juli 2026 verwandeln die Teilnehmenden das Kinder- und Jugendzentrum in eine Stadt, in der sie Berufe ausprobieren, eigene Ideen einbringen und Verantwortung übernehmen.
„Die Kinderstadt zeigt eindrucksvoll, wie ernsthaft, kreativ und neugierig Kinder ihre Stadt gestalten, wenn Erwachsene ihnen Raum dafür geben“, sagt Bürgermeister Kai Eggert. „Hier erleben die Kinder Demokratie nicht als abstraktes Wort, sondern ganz praktisch: Sie wählen, diskutieren, arbeiten zusammen, entwickeln eigene Projekte beziehungsweise Unternehmen und treffen Entscheidungen. Das stärkt unsere Stadtgesellschaft – heute und für die Zukunft.“
In der Kinderstadt bewerben sich die Kinder beim Arbeitsamt, verdienen die eigene Währung „Lala’s“ und geben diese im Kino, im Bistro für selbstgebackenen Kuchen, im Beautysalon oder in der Seifenwerkstatt wieder aus. Handwerkerinnen und Handwerker, Künstlerinnen und Künstler, Reporterinnen und Reporter sowie viele weitere Berufsgruppen sorgen täglich für Leben in der Stadt. Eine eigene Zeitung dokumentiert die Ereignisse aus Sicht der Kinder. Der Betriebshof sorgt für eine saubere Stadt und ist darüber hinaus auch in der Grünpflege tätig. Eigene Firmen können gegründet werden und auch in Erster Hilfe werden viele Kinder geschult. Innerhalb der Woche wählen die Teilnehmenden außerdem zweimal eine Bürgermeisterin oder einen Bürgermeister plus Stadtrat und erleben so demokratische Prozesse direkt und altersgerecht. Über Anträge wird im Stadtrat abgestimmt und mittags werden die getroffenen Entscheidungen allen Bürgerinnen und Bürgern in der Bürgerversammlung mitgeteilt, bevor es zum gemeinsamen – von den Hannoverschen Werkstätten gekochten Mittagessen – geht.
„Die Kinder füllen diese Stadt mit unglaublich viel Energie, Fantasie und Verantwortungsgefühl“, sagt Christine Kirschen, Koordinatorin der Kinderstadt. „Besonders schön ist zu sehen, wie schnell aus einzelnen Ideen gemeinsame Projekte entstehen. Die Kinder verhandeln, helfen einander, probieren sich aus und merken: Ihre Meinung zählt.“
Das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Laatzen organisiert die Kinderstadt gemeinsam mit einem starken Netzwerk aus Ehrenamtlichen, Sponsoren und Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartnern. Dazu gehören unter anderem DRK Hannover/Laatzen, Avacon Netz GmbH, Bauhaus Laatzen, bienenfroh.butok, Stadtteilbüro Laatzen, Bündnis gegen Extremismus Laatzen, Porta Möbel, NeonGolf Hannover, HAWK Hildesheim mit dem Projekt MAKE – Materialwelten im Maker Space, BSV Gleidingen, Feuerwehr und Polizei Laatzen, Aqualaatzium, Hannover 96, Café Eis Blume sowie mit Teams der Stadtverwaltung.
„Mein Dank geht an alle Beteiligten, Unterstützerinnen und Unterstützern sowie den ehrenamtlich Engagierten. Der größte Dank gilt den Kindern, die die Kinderstadt mit Ideen, Mut und Begeisterung zum Leben erwecken“, so Kai Eggert.

