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Drei Frauen und ein Mann stehen an einer Hütte im Wald und halten verschiedene Bastelwerke in die Kamera

Mit Farbe, Fantasie und Forschergeist durch die Leinemasch

Drei Kita-Azubis der Stadt Laatzen gehen mit rund 120 Vorschulkindern auf Entdeckungsreise

Mit einer Farbpalette auf Entdeckungstour durch die Leinemasch gehen, bei einer Natur-Schnitzeljagd die richtigen Fundstücke für ein Natur-Bingo entdecken oder mit selbst gemachten Obst- und Gemüsestempeln bunte Stoffkunstwerke gestalten: Für rund 120 Vorschulkinder aus den zwölf städtischen Kindertagesstätten ist die Maria-Troll-Hütte seit dem 7. Juli und noch bis Mittwoch, 15. Juli Ausgangspunkt kleiner Abenteuer. Bei den „Entdeckertagen“ erleben die Kinder die Natur, werden selbst kreativ und entdecken spielerisch, wie vielfältig Farben, Formen und Materialien in der Leineaue sind.

Hinter dem abwechslungsreichen Programm stehen drei Auszubildende der Stadt Laatzen. Zahra Tohidtabar aus der Kita Wülferoder Straße, Sarah Barfigo aus der Kita Sehlwiese und Lukas Nonnemann aus der Kita Marktplatz absolvieren derzeit ihre tätigkeitsbegleitende Ausbildung zur Erzieherin beziehungsweise zum Erzieher. Die gesamte Projektwoche haben sie eigenständig entwickelt, vorbereitet und umgesetzt – von den Ideen über die Organisation bis zu den einzelnen Mitmachstationen.

An jedem Projekttag nehmen bis zu 18 Vorschulkinder ab fünf Jahren teil, die während der Kita-Zeit zwischen 9 und 12 Uhr gemeinsam die verschiedenen Stationen erleben. Begleitet werden sie von drei pädagogischen Fachkräften aus ihren Einrichtungen, die auch die Aufsichtspflicht übernehmen. Dieses Veranstaltungsformat findet in diesem Jahr zum ersten Mal statt.

Sarah Barfigo entwickelte die „Farbensafari“. Bei der Ideenfindung stand für sie vor allem eines im Mittelpunkt: „Mir war es wichtig, dass die Kinder bei dem frühen Medienkonsum auch ein Naturgefühl bekommen und mit offenem Blick durch die Leinemasch gehen.“ Ausgestattet mit bunt bemalten Eierkartons in den Farben Blau, Rot, Grün, Gelb und Braun machten sich die Kinder auf die Suche nach passenden Naturmaterialien, die sie den jeweiligen Farben zuordnen und sammeln konnten.

Für Lukas Nonnemann stand dagegen die Bewegung im Vordergrund. Er entwickelte die Schnitzeljagd, bei der die Kinder an Weggabelungen immer wieder vor neuen Aufgaben stehen. Mithilfe von Fotos verschiedener Kreuzungen entlang der Route sollen sie die aktuelle Weggabelung wiedererkennen und den richtigen Weg selbst bestimmen. „Ich wollte es möglichst anschaulich für die Kinder machen und erreichen, dass sie selbst aktiv werden, Orte und Wegkreuzungen wiedererkennen und anschließend eigenständig die richtige Route finden“, erläutert er. Begleitend zur Schnitzeljagd füllen die Kinder ein Natur-Bingo aus. Darin halten sie fest, welche Schätze der Natur sie entlang des Weges entdecken konnten wie etwa eine Feder, eine Blume, ein Spinnennetz oder eine Ameise.

Während die beiden Gruppen draußen unterwegs sind, bleibt Zahra Tohidtabar mit einer Gruppe an der Maria-Troll-Hütte und setzt auf ein kreatives Alternativangebot. „Ich wollte ganz bewusst etwas Künstlerisches mit den Kindern machen – für diejenigen, die sich nicht so gerne bewegen“, erklärt sie. Mit aufgeschnittenem Staudensellerie, Karotten, Orangen, Äpfeln, Birnen und Paprika gestalteten die Kinder Stoffbeutel und Kissenbezüge. Die unterschiedlichen Obst- und Gemüsesorten dienten dabei als natürliche Druckstempel.

Susanne Grothe begleitet seit sechs Jahren als Ausbildungsleiterin bei der Stadt Laatzen Auszubildende im Bereich der Kindertagesstätten. „Die Entdeckertage sind ein tolles Projekt, bei dem sich Auszubildende der tätigkeitsbegleitenden Ausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher gemeinsam ausprobieren können. Sie kommen aus unterschiedlichen städtischen Einrichtungen und konnten die Entdeckertage nach eigenen Ideen gestalten und nun umsetzen. Davon profitieren nicht nur sie, sondern auch die kommenden Schulkinder aus allen zwölf Kindertagesstätten, die zur Teilnahme eingeladen wurden", so Grothe.

Über den Berufseinstieg in der Kita-Pädagogik bei der Stadt Laatzen

Zahra Tohidtabar, Sarah Barfigo und Lukas Nonnemann sind drei von 24 pädagogischen Fachkräften in der tätigkeitsbegleitenden Ausbildung bei der Stadt Laatzen. Jedes Jahr beginnen neue Auszubildende in den städtischen Kindertagesstätten ihre Ausbildung zur Erzieherin beziehungsweise zum Erzieher oder zur sozialpädagogischen Assistentin beziehungsweise zum sozialpädagogischen Assistenten. Im Ausbildungsjahr 2026/27 wird die kitaübergreifende Praxismentorin Grothe etwa knapp 50 von ihnen begleiten, die ihre schulische Ausbildung in Vollzeit oder tätigkeitsbegleitend wie etwa Tohidtabar, Barfigo und Nonnemann absolvieren. Für den Ausbildungsstart im August 2026 gibt es noch ein paar Restplätze für die Vollzeitausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher. Interessierte können ihre Bewerbung an senden.

Bildungs-Fachbereichsleiter Ali Kara erklärt: „In Laatzen haben wir jedes Jahr eine sehr gute Bewerbungslage, sodass wir unsere Ausbildungsplätze frühzeitig besetzen können. Außerdem bieten wir in allen unseren Kindertagesstätten ein Freiwilliges Soziales Jahr an. Dass die Ausbildung in Laatzen einen so guten Ruf genießt, ist auch auf das Laatzener Profil für Bildung und Betreuung zurückzuführen. Zusätzliche Fortbildungstage, die dritte Kraft in allen Krippengruppen sowie die fachliche Begleitung durch unsere kitaübergreifende Ausbildungsleiterin bieten unseren Auszubildenden optimale Rahmenbedingungen und eine verlässliche Unterstützung während ihrer gesamten Ausbildungszeit. Das trägt maßgeblich dazu bei, dass sich viele angehende pädagogische Fachkräfte bewusst für eine Ausbildung in den Laatzener Kindertagesstätten entscheiden.“

Bewerbungen für den Ausbildungsstart zum 1. August 2027 nimmt die Stadt Laatzen ab Februar 2027 entgegen. Alle Ausbildungsplätze werden online veröffentlicht unter: https://stellenangebote.laatzen.de/