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Zwei Männer stehen mit einem großen Schlüssel vor einem Haus.

Neue Gemeinschaftsunterkunft in Rethen wird übergeben

Termingerechte Fertigstellung nach 18 Monaten Bauzeit

Mit einer symbolischen Schlüsselübergabe ist im Beisein der Vertreter der politischen Gremien und der am Bau Beteiligten die neu errichtete Gemeinschaftsunterkunft an der Hildesheimer Straße 305 in Rethen offiziell der Stadt Laatzen übergeben worden. Nach einer 18monatigen Bauzeit würdigten am Freitag, den 4. September 2026, Bürgermeister Kai
Eggert, Stadtbaurat Hauke Schröder, Stadtrat Jörg Sporleder, das Projektteam der Stadt Laatzen, der Fachbereich Soziales, Ortsbürgermeister Ernesto Nebot Pomar sowie Vertreter der Baufirma Hermanns HTI-Bau sowie des Planungsbüros Plano Projekt die fristgerechte Fertigstellung der Unterkunft.

Der Neubau wurde auf der angrenzenden Freifläche in gespiegelter Anordnung zum Bestandsgebäude errichtet und fügt sich architektonisch in das bestehende Ensemble ein. Die Unterkunft bietet Platz für bis zu 130 Personen in insgesamt 29 Wohneinheiten unterschiedlicher Größe. Die Einheiten sind überwiegend barrierefrei konzipiert. Im Erdgeschoss sind sie vollständig behindertenfreundlich ausgestaltet. Ein gesicherter Bereich ermöglicht zudem die Unterbringung besonders schutzbedürftiger Personen.

Ein zentraler Schwerpunkt des Projekts lag auf der energetischen Optimierung im Vergleich zum Bestandsgebäude. Die Wärmeversorgung erfolgt über eine moderne Luft-Wasser-Wärmepumpe, während energieeffiziente Durchlauferhitzer die Warmwasserversorgung sicherstellen. Nahezu die gesamte Dachfläche wurde mit Photovoltaik-Modulen ausgestattet, die eine Leistung von 100 Kilowatt-Peak erzeugen. Diese technische Ausstattung trägt zu einer nachhaltigen Betriebsführung bei und reduziert langfristig die laufenden Kosten. Das gesamte anfallende Regenwasser der Dachflächen wird über Rigolen auf dem Grundstück versickert. Eine vorgeschaltete Regenwasserzisterne sammelt das Regenwasser und wird vom Betriebshof zur Bewässerung der Stadtbäume genutzt. Auch der Innenausbau wurde mit Blick auf Energieeffizienz und Langlebigkeit umgesetzt. Hierzu zählen moderne Heizungs-, Sanitär- und Elektroinstallationen sowie eine optimierte Dämmung.

Im Rahmen der Übergabe würdigt Bürgermeister Kai Eggert die Bedeutung des Neubaus für die Stadt Laatzen: „Mit dieser neuen Unterkunft schaffen wir dringend benötigten Wohnraum und stärken zugleich unsere kommunale Handlungsfähigkeit. Die Einrichtung ermöglicht es uns, Menschen in schwierigen Lebenslagen verlässlich und verantwortungsvoll zu unterstützen. Ich danke stellvertretend Bernd Nordheim und Marco Geyer von der Hermanns HTI-Bau GmbH & Co. KG für die gute Zusammenarbeit.“

Zum Verlauf und zur erfolgreichen Umsetzung des Projekts äußert sich auch Bernd Nordheim, Geschäftsführer der Hermanns HTI‑Bau GmbH & Co. KG in seiner Begrüßung: „Dieses Projekt hat eindrucksvoll gezeigt, wie gut Zusammenarbeit funktionieren kann, wenn gute Kommunikation, Pragmatismus und ein partnerschaftliches Miteinander ineinandergreifen. Die Zusammenarbeit auf Augenhöhe und kurze Abstimmungswege haben dazu beigetragen, dass wir unser gemeinsames Ziel im vorgesehenen Zeitrahmen erreichen konnten. Dafür möchte ich dem gesamten Projektteam herzlich danken.“

Die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit betont auch Stadtbaurat Hauke Schröder. „Mit unserem Generalunternehmer Hermanns HTI-Bau GmbH & Co. KG ist es gelungen, den geplanten Übergabetermin einzuhalten und damit ein deutliches Zeichen für vorausschauende Planung, nachhaltige Bauweise und eine verantwortungsvolle kommunale Unterbringungspolitik zu setzen.“

Stadtrat Jörg Sporleder hebt die strukturellen Vorteile hervor, die sich aus dem Neubau ergeben: „Die neue Gemeinschaftsunterkunft ist ein wichtiger Schritt, um die Unterbringung künftig stärker im städtischen Eigentum zu verankern. Dadurch schaffen wir eine nachhaltige und planbare Struktur, die uns unabhängiger vom Wohnungsmarkt macht und langfristig Kosten reduziert.“

Der Betrieb der neuen Unterkunft ist bereits gesichert. Die Stadt Laatzen hat mit Forward Soziale Dienste einen neuen Betreiber gefunden.

Nach der Inbetriebnahme wird die neue Einrichtung gemeinsam mit dem bestehenden Gebäude am Standort geführt. Perspektivisch sollen durch die zusätzlichen Kapazitäten angemietete Objekte ersetzt werden, sofern diese nicht mehr erforderlich sind.

Eckdaten zum Neubau

  • Standort und Bezug: Neubau in Rethen (Laatzen), direkt neben der bestehenden Gemeinschaftsunterkunft Hildesheimer Straße 305a; architektonisch angeglichen, gespiegelte Anordnung auf der angrenzenden Freifläche
  • Kapazität: 29 Wohneinheiten für bis zu 130 Personen (Appartements/Wohnungen für 2, 4, 6 und 8 Personen; genauer Mix: 11x2, 2×4, 14x6, 2x8 Personen)
  • Fläche: Bruttogeschossfläche 2.535 m²; Nutzfläche gesamt 1.889,43 m
  • Bauweise: Äußeres Erscheinungsbild wie nebenliegender Bestandsbau; technisch optimiert im Neubau

Energie und Technik:

  • Luft-Wasser-Wärmepumpe für Heizung
  • Energieeffiziente Durchlauferhitzer für Warmwasser
  • Photovoltaik auf nahezu der gesamten Dachfläche, 100 kWp

  • Barrierefreiheit und Schutz von Personengruppen: Überwiegend barrierefrei/behindertenfreundlich; zugangsbeschränkter, gesicherter Bereich für besonders schutzbedürftige Personen
  • Zeitplan: Baubeginn März 2025, Fertigstellung/ schlüsselfertige Übergabe September 2026
  • Kosten: Gesamtbudget 8,43 Mio. €
  • Generalunternehmer: Hermanns HTI-Bau GmbH & Co. KG
  • Betrieb: Gemeinsamer Betrieb mit dem Bestandsgebäude am Standort; Vertragsunterzeichnung steht bevor. Mobiliar und Küchen sind Bestandteil des künftigen Betreibervertrags.