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Leben in der Stadt zu Corona-Zeiten

20200508 01 Foto Gedenken Demut20200508 01 Foto Gedenken Demut

75 Jahre Frieden und Freiheit

Laatzens Bürgermeister gedenkt der Opfer des 2. Weltkrieges

An einem ungewöhnlichem aber dennoch richtigen und würdevollen Ort gedachte Bürgermeister Jürgen Köhne heute am 8. Mai der Opfer von Krieg und Verfolgung: In einem kleinen Gräberfeld auf dem Friedhof Ahornstraße, in dem Opfer der Bombenangriffe des 2. Weltkrieges aus Grasdorf beerdigt sind, hatte die Stiftung Grasdorf an der Leine im vergangenen Jahr das Denkmal „Demut“ von Fred Gerz errichtet. Es erinnert insbesondere an die Kinder, die in der Bombennacht am 23. September 1943 in Grasdorf ums Leben kamen. Hier versammelten sich heute der Ratsvorsitzende und Ortsbürgermeister Bernd Stuckenberg, die Ratsgruppenvorsitzenden Silke Rehmert und Christoph Dreyer und Walter Battermann von der Stiftung, um gemeinsam mit Bürgermeister Jürgen Köhne an das Ende
des zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren zu erinnern:

„Dieses Gräberfeld erinnert uns daran, dass der Krieg auch bei uns in Laatzen seine Opfer gefunden hat.“, sagte Köhne in seiner Ansprache. Er erinnerte auch daran, dass das Kriegsende Deutschland auch die Freiheit brachte, so zu leben wie man möchte. „Frieden und Freiheit – beide Eckpfeiler unserer Demokratie sind uns zwar selbstverständlich, aber
beide müssen auch weiterhin Tag für Tag hart erkämpft und erarbeitet werden. Wir müssen andauernd dafür eintreten, dürfen nicht wegsehen, wenn sie bedroht sind – im Großen wie im Kleinen. Um das niemals zu vergessen, müssen wir uns vergegenwärtigen, was passieren kann. Und hier zeigt sich der Sinn, an einem Tag wie heute zu gedenken – an das
Kriegsende und die grausamen Jahre davor.“, so Köhne weiter. (vollständiger Redetext)

Im Anschluss an die Worte des Bürgermeisters erzählte Walter Battermann von seinen Erlebnissen als junger Grasdorfer in den Kriegsjahren, insbesondere von den Bombenangriffen und den letzten Kriegstagen. „Für uns war es in erster Linie eine große Erleichterung als der Krieg zu Ende war.“, beschreibt Battermann sein Gefühl als kindlicher Zeitzeuge.