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Zwei Männer sitzen an einem Tisch vor einer Projektion; hinter ihnen stehen fünf weitere Personen und schauen freundlich in die Kamera.

Neues Konzept für das Berufsinformationszentrum der Albert-Einstein-Schule

Strahlemann Stiftung richtet „Talent Company“ ein

Mit einem Schulabgang beginnt nicht selten die Überforderung. Viele Jugendliche wissen nicht genau, was sie beruflich interessiert, oder sie finden sich im Berufswahlspektrum nicht ausreichend zurecht. Dies belegt auch die Berufsorientierungsstudie des Bundesinstituts für Berufsbildung. Um jungen Menschen einen Überblick über die beruflichen Möglichkeiten nach der Schule zu verschaffen, betreibt die Albert-Einstein-Schule seit vielen Jahren bereits das Berufsinformationszentrum „miniBIZ“. Durch eine Kooperation mit der Strahlemann Stiftung wollen Schulträgerin Stadt Laatzen und die Albert-Einstein-Schule diesen Raum neu ausstatten und intensiver durch lokale Betriebe beleben, die Auszubildende suchen.

Bis Ende 2026 entsteht an der kooperativen Gesamtschule mit derzeit rund 1.545 Schülerinnen und Schülern (davon Gymnasialzweig: 809, Realschulzweig: 546, Hauptschulzweig: 190) eine „Talent Company“ – ein multimedial ausgestatteter Raum, der Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf unterstützen soll.

Stadtrat Jörg Sporleder betont die positiven Auswirkungen einer guten Berufsorientierung: „Wir müssen junge Menschen gezielt unterstützen, damit der Übergang von der Schule in den Beruf verlässlich gelingt. Gerade für Jugendliche mit sozialen Herausforderungen ist eine abgeschlossene Berufsausbildung oft der entscheidende Schlüssel für einen stabilen und dauerhaften Einstieg ins Arbeitsleben.“

Die Talent Company ersetzt das bisherige Berufsinformationszentrum der Schule und wird im bestehenden Raum B005 im Erdgeschoss des B-Trakts eingerichtet. Auf rund 76 Quadratmetern entstehen acht moderne Arbeitsplätze für Online-Recherchen und Bewerbungen, ein Lounge-Bereich für Begegnungen mit Betrieben, ein Seminarbereich für bis zu zwölf Personen sowie eine „Job Wall“, an der sich bis zu 16 lokale Unternehmen und ihre Ausbildungsberufe präsentieren können.

Die Kooperation ist das Ergebnis eines mehrjährigen Vorlaufs: Bereits 2024 nahm der ehemalige Schulleiter Christian Augustin Kontakt zur Stiftung auf und gab die Bewerbung ab.  Anfang 2025 folgten die Zusagen erster Fördermittel aus der Privatwirtschaft. Nun stehen die Weiterentwicklung des schulischen Berufsorientierungskonzepts, die finale Raumplanung und die Gewinnung weiterer Partnerbetriebe an.

Rund 72.000 Euro werden für das Projekt benötigt; ein gutes Drittel davon hat die Strahlemann Stiftung bereits eingeworben. „Mit der Kooperationsvereinbarung zum Projekt Talent Company wird für uns immer der Grundstein gelegt, um mit allen Beteiligten eine Absichtserklärung an die Öffentlichkeit zu kommunizieren: gemeinsam wollen wir als Zivilgesellschaft, Schule und Schulträger die Bildung an einer Schule verbessern. Da hier auch immer finanzielle Förderer mit im Boot sein müssen, ist diese Erklärung so wichtig. Manche sind bereits beteiligt, andere brauchen jedoch das Signal, dass wir wirklich in die Umsetzung kommen. Wir werden das Projekt an der KGS Laatzen umsetzen, benötigen jedoch hierzu noch finanzielle Mittel,“ so der Stiftungs-Projektleiter Andreas Hofer.

Innerhalb der Schule koordiniert Jo Griffiths, Leitung des Fachbereichs Wirtschaft-Technik-Hauswirtschaft, das Berufsorientierungsprogramm. Die Eröffnung der Talent Company in der Albert-Einstein-Schule ist für das vierte Quartal 2026 vorgesehen.

„Wir wollen mit der Talent Company regelmäßig interessierte Firmen in die AES holen, damit sie ihr Angebot an Ausbildungsplätzen oder auch dualen Studiengängen bekannt machen können. Und zwar hautnah, im direkten Gespräch mit ihren potenziellen Auszubildenden/ dual Studierenden. Dabei ist das Ziel, die große Vielfalt an Betrieben in Laatzen ins Blickfeld der Schüler*innen zu rücken. Denn nur so finden alle einen passenden beruflichen Anschluss an die Schulzeit, die das möchten – abseits der klassischen klischeebehafteten Pfade. Die AES, unsere Jugendlichen und die regionalen Firmen wachsen stärker zusammen,“ so Griffiths.

Rund 72.000 Euro werden für das Projekt benötigt; ein gutes Drittel davon hat die Strahlemann Stiftung bereits eingeworben.

Eines der regionalen Unternehmen, die das Projekt bereits finanziell unterstützen, ist die Avacon. Avacon-Kommunalreferent Ralf Baumgarten erklärt: „Die Herausforderungen der Energiewende erfordern neue Perspektiven, technisches Verständnis und Innovationsgeist. Die Talent Company ermöglicht Avacon, junge Talente früh kennenzulernen und für eine Schlüsselbranche zu begeistern, die kreative Lösungen für die Energieversorgung von morgen braucht.“

Bildungs-Fachbereichsleiter der Stadt Laatzen Ali Kara betont: „Mit der Talent Company stärken wir die Berufsorientierung an der AES nachhaltig sowie praxisnah und kommen somit mit großer Freude dem Wunsch der Schule entgegen. Wir geben Jugendlichen Orientierung und Unternehmen die Chance, frühzeitig mit ihren zukünftigen Fachkräften in Kontakt zu kommen."

Maike Mahlendorf-Külsen, Vorsitzende des AES-Fördervereins erklärt: „Die Talent Company wird das bestehende Angebot der Albert-Einstein-Schule in Laatzen im Bereich Übergang Schule-Beruf weiter ausbauen und den Schüler/innen die Möglichkeit geben, sich frühzeitig in den verschiedensten Bereichen praktisch auszuprobieren, um festzustellen, was ihnen liegt. So können sicherlich viele mit dem Schulabschluss gleich in einen Ausbildungsberuf starten, auf den sie sich freuen und Lust haben, diesen zu erlernen und starten positiv in das Berufsleben. Wir als Förderkreis freuen uns, dass wir neben den vielen anderen Projekten, die wir unterstützen, nun auch bei einem Projekt in dem Bereich Übergang Schule-Beruf dabei sein dürfen.“

 

Über die Strahlemann Stiftung

Das Ziel der Strahlemann-Stiftung, die ihren Sitz in Heppenheim in Hessen hat, ist es, mit Projekten wie der Talent Company jungen Menschen den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern. Die Stiftung schließt damit eine Lücke zwischen Jugendlichen, die sich unzureichend über ihre Möglichkeiten nach der Schule informiert fühlen, und Unternehmen, die nach passenden Auszubildenden suchen.

Die Talent Company folgt einem erprobten Konzept der Strahlemann Stiftung, die bundesweit bereits 80 solcher Räume geschaffen hat. Auch in der Region Hannover ist die Stiftung etabliert: Die Strahlemann-Stiftung hat 2023 in Pattensen an der Ernst-Reuter-Schule einen eben solchen Fachraum zur Berufsorientierung eröffnet, an Garbsens Oberschule Berenbostel ist eine Eröffnung im Jahr 2026 geplant.

Weitere Infos unter: www.strahlemann-stiftung.de