Familienzentrum Rethen
An der Braunschweiger Straße entsteht bis September 2012 ein Familienzentrum mit einer Fläche von 1.450 Quadratmetern: Eine barrierefreie viergruppige Kindertagesstätte mit angrenzendem Generationentreff bildet den Mittelpunkt der Einrichtung. Die Baukosten für das Gebäude in Passivhausstandard betragen etwa 4,5 Millionen Euro.
Forscher-Kita und Generationentreff bilden Mittelpunkt
Das Herz des Familienzentrums wird die Forscher-Kita sein: Hier soll insbesondere der kindliche Entdeckerdrang im Bereich der Naturwissenschaften gefördert werden. Insgesamt wird es zwei Krippen mit jeweils 15 Plätzen für Kinder im Alter von ein und zwei Jahren geben. Zwei weitere Gruppen mit jeweils bis zu 25 Plätzen sollen für Drei- bis Sechsjährige bereitstehen. Hinzu kommen eine Küche und ein Mehrzweckraum. Das Haus bietet zudem die Möglichkeit, Kinder mit und ohne Behinderung wohnortnah gemeinsam zu betreuen. Ein völlig neues Angebot: Denn weder in Gleidingen noch in Rethen gibt es bislang eine integrative Betreuung.
Mit der Erweiterung der Betreuungsangebote reagiert die Stadt Laatzen auf die Zahlen aus dem Kindergarten- und Krippenbedarfsplan und den bundesgesetzlichen Vorgaben. Demnach haben Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr ab 2013 das Recht auf einen Betreuungsplatz. Mit dem Familienzentrum leistet die Stadt Laatzen zudem einen wichtigen Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Gleichzeitig soll so die frühkindliche Bildung unter Einbeziehung der Eltern im Rahmen der Familienbildung gefördert werden.
Der angrenzende Generationentreff mit Räumen für Vereine und Verbände wird Angebote zur Familienbildung bieten und den Austausch zwischen den Besucherinnen und Besuchern fördern. Vertreterinnen und
Vertreter von Vereinen, Verbänden und politischen Gremien haben in einem Workshop eigene Ideen zum Generationentreff entwickelt, die bereits in das Raumkonzept aufgenommen wurden.
Architektonische Gestaltung: Nachhaltigkeit und Fortschritt
Das Familienzentrum soll das Gesicht Rethens prägen. Aus diesem Grund wurden ortsbildprägende Elemente bei der Gestaltung berücksichtigt. Gleichzeitig erfüllt das Gebäude die Anforderungen an eine moderne Kinderbetreuungseinrichtung.
Das Gebäude ist in Passivhausstandard geplant und leistet somit einen zusätzlichen Beitrag zum Klimaschutz: Die gedämmte Außenhülle und nach Norden weitgehend verschlossene Fassade verringern den Wärmeverlust. Die großen Südfenster hingegen fördern die solare Energiegewinnung. Versorgt wird das Gebäude mit Fernwärme aus nachwachsenden Rohstoffen der Holzhackschnitzelheizanlage der angrenzenden Sporthalle. Die Südseite des Daches erhält eine Solarthermie-Anlage. Die Bauausführung berücksichtigt ebenso in besonderer Weise den Schallschutz.
Beim Bau werden weitgehend natürliche Materialien verwendet. In Anlehnung an die benachbarte Sporthalle wird das Außenmauerwerk mit rotem Ziegelverblender verkleidet. Die Fenster erhalten Dreifachverglasung. Die weit geschlossene Fläche des Satteldaches mit den beiden Giebeln greift die Architektur der alten Höfe im Rethener Ortskern auf.
1.450 Quadratmeter Nutzfläche
Die Gesamtnutzfläche des Familienzentrums beträgt 1.450 Quadratmeter. Davon entfallen rund 380 Quadratmeter auf den Generationentreff. Die Grundstücksfläche umfasst 3.290 Quadratmeter. Auf das bespielbare Außengelände entfallen 1.800 Quadratmeter, die bebaute Grundfläche beträgt 986 Quadratmeter.
Kosten und Zeitrahmen
Die Kosten für das Gesamtprojekt betragen rund 4.545.000 Euro. 3.585 Millionen Euro trägt die Stadt Laatzen. Die Region Hannover und das Land Niedersachsen stellen für die Schaffung von 50 Kindergarten- und 30 Krippenplätzen im Gegenzug Fördermittel von rund 600.000 Euro bereit. Weiterhin erhält die Stadt Laatzen einen Zuschuss aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) von 230.000 Euro sowie aus dem enercity-Fonds proKlima von 50.000 Euro.
Um die Planung und Baubetreuung kümmert sich Doris Heinrich vom Team Hochbau und Liegenschaften der Stadt Laatzen. Generalunternehmer ist die Firma Projektbau Depenbrock, Hannover.
Die Baumaßnahme begann am 26. August 2011 und wird etwa 12 Monate andauern.
Kontakt
Aktuelles
05.08.2011: Vorarbeiten laufen planmäßig
27.05.2011: Stadt erhält Zuschuss für Familienzentrum
29.06.2010: Tolle Ideen für das Familienzentrum



