Familienzentrum Rethen


An der Braunschweiger Straße soll bis Anfang 2012 ein Familienzentrum mit einer Fläche von 1.450 Quadratmetern entstehen: Eine barrierefreie viergruppige Kindertagesstätte mit angrenzendem Generationentreff  soll den Mittelpunkt der Einrichtung bilden. Die Baukosten für das Gebäude in Passivhausstandart betragen etwa 4,5 Millionen Euro.

Forscher-Kita und Generationentreff bilden Mittelpunkt

Das Herz des Familienzentrums wird die Forscher-Kita sein: Hier soll insbesondere der kindliche Entdeckerdrang im Bereich der Naturwissenschaften gefördert werden. Insgesamt wird es zwei Krippen mit jeweils 15 Plätzen für Kinder im Alter von ein und zwei Jahren geben. Zwei weitere Gruppen mit jeweils 25 Plätzen sollen für Drei- bis Sechsjährige bereitstehen. Das Haus bietet zudem die Möglichkeit, Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam zu betreuen. Ein völlig neues Angebot: Denn weder in Gleidingen noch in Rethen gibt es bislang eine integrative Betreuung.

Mit der Erweiterung der Betreuungsangebote reagiert die Stadt Laatzen auf die Zahlen aus dem Kindergarten- und Krippenbedarfsplan und den bundesgesetzlichen Vorgaben. Demnach haben Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr ab 2013 das Recht auf einen Betreuungsplatz. Mit dem Familienzentrum leistet die Stadt Laatzen zudem einen wichtigen Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Gleichzeitig soll so die frühkindliche Bildung unter Einbeziehung der Eltern im Rahmen der Familienbildung gefördert werden.

Der angrenzende Generationentreff mit Räumen für Vereine und Verbände wird Angebote zur Familienbildung bieten und den Austausch zwischen den Besucherinnen und Besuchern fördern. Vertreterinnen und
Vertreter von Vereinen, Verbänden und politischen Gremien haben in einem Workshop eigene Ideen zum Generationentreff entwickelt, die bereits in das Raumkonzept aufgenommen wurden. Dazu zählte unter anderem der Wunsch nach weiteren Parkplätzen.



Die Nord-West-Seite des Familienzentrums
Die Süd-West-Seite des Familienzentrums

Architektonische Gestaltung: Nachhaltigkeit und Fortschritt

Das Familienzentrum soll das Gesicht Rethens prägen. Aus diesem Grund wurden ortsbildprägende Elemente bei der Gestaltung berücksichtigt. Gleichzeitig erfüllt das Gebäude die Anforderungen an eine moderne Kinderbetreuungseinrichtung.

Das Gebäude ist in Passivhausstandard geplant und leistet somit einen zusätzlichen Beitrag zum Klimaschutz: Die gedämmte Außenhülle und nach Norden weitgehend verschlossene Fassade verringern den Wärmeverlust. Die großen Südfenster hingegen fördern die solare Energiegewinnung. Versorgt wird das Gebäude mit Fernwärme aus nachwachsenden Rohstoffen der Holzhackschnitzelheizanlage der angrenzenden Sporthalle. Die Südseite des Daches erhält eine Solarthermie-Anlage. Die Bauausführung berücksichtigt ebenso in besonderer Weise den Schallschutz.

Beim Bau werden weitgehend natürliche Materialien verwendet. Das Mauerwerk besteht zum Beispiel aus Hochlochziegel, dessen Lehmputz für ein gesundes Raumklima sorgt. In Anlehnung an die benachbarte Sporthalle wird das Außenmauerwerk mit rotem Ziegelverblender verkleidet. Die Fenster erhalten Dreifachverglasung. Die weit geschlossene Fläche des Satteldaches mit den beiden Giebeln greift die Architektur der alten Höfe im Rethener Ortskern auf.

Innenarchitektur-Studierende beteiligen sich
 
Bei der Innengestaltung erhält die Stadt Laatzen Unterstützung von der Fachhochschule Hannover: 15 Innenarchitektur-Studierende der Fakultät III - Medien, Information und Design haben im Rahmen eines Semesterprojektes Konzepte zur Innenraumgestaltung entworfen. Die Gewinner des Gestaltungswettbewerbs sind die Innenarchitektur-Studierenden Annika Kück, Frauke Dreyer, Laura Weber und Simon Schnut. Sie überzeugten die Jury um Architekt Carsten Strate mit ihrem Modell „Blickwechsel“.

Pressemitteilung: Tolle Ideen für das Familienzentrum Rethen

1.450 Quadratmeter Nutzfläche

Die Gesamtnutzfläche des Familienzentrums beträgt 1.450 Quadratmeter. Davon entfallen rund 380 Quadratmeter auf den Generationentreff. Die Grundstücksfläche umfasst 3.290 Quadratmeter. Auf das bespielbare Außengelände entfallen 1.800 Quadratmeter, die bebaute Grundfläche beträgt 986 Quadratmeter.

Kosten und Zeitrahmen

Die Kosten für das Gesamtprojekt betragen nach Baukostenindex
4.545.000 Euro. Die Region Hannover und das Land Niedersachsen stellen für die Schaffung von 50 Kindergarten- und 30 Krippenplätzen im Gegenzug Fördermittel in Höhe von 593.000 Euro bereit.

Die Baumaßnahmen werden voraussichtlich Ende 2010 beginnen und etwa 12 Monate andauern.

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Kontakt

Team Kinder, Jugend, Familie, Senioren und Soziale Sicherung
Thomas Schrader
Teamleiter

Marktplatz 13
30880 Laatzen

Telefon:
0511 8205-274

Fax:
0511 8205-373

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