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Mittwoch, 28. Juli 2010

Schaffung einer Überflutungsfläche der Bruchriede – Erster Spatenstich in der Meskenwiese

Ein Bagger beginnt ein Loch in die Meskenwiese zu baden. Im Führerhaus sitzt Bürgermeister Thomas Prinz.

Bürgermeister Thomas Prinz steuert den Bagger zum "1. Spatenstich"

Der Plan zeigt die künftige Gestaltung der Meskenwiese.

Lageplan zur Baumaßnahme

Durch diese Maßnahme wird die Bruchriede ökologisch aufgewertet.

Durch die Umgestaltung der Bruchriede im Bereich der Meskenwiese wird der erste Teil des Gewässerentwicklungsplanes (GEPL) des kleinen Baches vor Rethen umgesetzt. Bürgermeister Thomas Prinz freut sich beim ersten Spatenstich, dass die Umbauarbeiten beginnen: „Ziel der Maßnahmen ist die Verbesserung des Hochwasserschutzes für die Ortschaft Rethen und die ökologische Aufwertung der Bruchriede. Gleichzeitig schaffen wir eine die na-turnahe Fließgewässer- und Auenentwicklung entsprechend den Zielvorgaben des Gewäs-serentwicklungsplanes, womit wir den Spaziergängerinnen und –gängern in der Ingeln-Oesselser und  Rethener Feldmark ein Stück  natürlicher Landschaft  zurückgeben können.“

Die Umgestaltung erfolgt in unterschiedlichen Teilbereichen: Im östlichen Bereich der Meskenwiese wird Retentionsraum (Überflutungsbecken) zur Rückhaltung großer Hochwässer geschaffen, der westliche Bereich soll bereits bei kleineren Ereignissen Wasser aufnehmen.

1.) Östlicher Bereich

Zur Schaffung des Retentionsraums wird im östlichen Bereich der Meskenwiese eine ca.  1,50 – 2,30 m tiefe  Senke modelliert. Über eine Zulaufschwelle wird bei großen Hochwasserereignissen Wasser aus der Bruchriede in diese  Vertiefung geleitet. Dieses Wasser wird dann vor Rethen zurückgehalten. Die Schwelle zur Beschickung des Retentionsraumes wird im nördlichen Bereich modelliert und gut in das Landschaftsbild eingebunden. Insgesamt  wird ein Retentionsvolumen von 17.000 m³ geschaffen.

2.) Westlicher Bereich

Aufgrund der vorhandenen Geländehöhen sammelt sich im westlichen Bereich der Mesken-wiese bisher nur bei seltenen, großen Hochwasserereignissen Wasser. Durch eine neue Modellierung des Geländes sollen nun wechselfeuchte Standorte entstehen, in denen häufiger Wasser aufgefangen wird. Es ist vorgesehen, einen parallel zur Bruchriede verlaufenden Seitenarm anzulegen, der in Abständen aufgeweitet und tiefer gegraben wird. So entsteht eine unregelmäßige Gewässerform.  Zwei Senken laufen erst bei größeren Regengüssen voll. Die wechselfeuchten Zonen werden so angelegt, dass das zugeflossene Wasser lange dort gehalten wird und langsam versickert und verdunstet. Dadurch wird der Gebietswasserhaushaltes im Hinblick auf die Niedrig- und Mittelwasserführung der Bruchriede sowie bei kleinen Hochwasserereignissen verbessert.

Auf der Fläche südlich des neuen  Seitenarms soll sich langfristig ein Eichen-Hainbuchenwald entwickeln. Die Gehölze werden nach Abschluss der Erdarbeiten angepflanzt.

Unter dem Eindruck der Regen- und Hochwasserereignisse in den Jahren 2002 und 2003 wurde für die Bruchriede ein Gewässerentwicklungsplan aufgestellt. Dieser beleuchtet Fragen der Gewässerentwicklung ebenso wie die Frage eines verbesserten Hochwasserschutzes für die Ortslage Rethen.

Die Umsetzung der Maßnahme war ursprünglich bereits für den Herbst 2009 vorgesehen, hatte sich aber mehrfach verzögert, da für die Maßnahme zunächst Fördermittel in Aussicht gestellt worden waren, die dann aber doch nicht geflossen sind.

Zur Schaffung des Rückhaltevolumens sind ca. 29.000 m³ Boden (davon rd. 7.000 m³ Mut-terboden und rd. 22.000 m³ Füllboden) von der Meskenwiese abzutransportieren.

Der Mutterboden wird zum größten Teil an ortsansässige Landwirte abgegeben. Es besteht für Kleinabnehmer die Möglichkeit, sich kleinere Mengen selbst an der Meskenwiese abzuholen. Genaue Termine hierzu  können im Team Tiefbau der Stadt Laatzen (Tel. 0511/ 8205-382) erfragt werden.

Der Füllboden wird zur Abdeckung einer Mülldeponie nach Hannover-Lahe abtransportiert.

Die Kostenschätzung  für die Baumaßnahme inkl. Bodenabtransport usw. liegt bei  360.000 €. Die Baumaßnahme wird ca. 3 Monate dauern.

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