Fachpflegeheim soll in Laatzen-Mitte entstehen

Der Grundstein ist gelegt

1.9.2011: Nach nur etwa 10 Monaten Planungs- und Genehmigungszeit legte die Bauherrin Dr. Anne Wilkening gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Prinz und dem Architekten Hans-Dieter Hamann den Grundstein für das neue Pflegeheim in der Erich-Panitz-Straße. Ab Ende 2012 bietet das Haus Platz für die Pflege von etwa 170 Menschen mit seelischen und körperlichen Behinderungen. Für Laatzen entstehen dann über 100 Arbeitsplätze auf dem ehemaligen sogenannten Ahrberg-Gelände.

Architekt Dipl.-Ing. Hamann erklärt der Bauherrin Dr. med. Anne Wilkening und Laatzens Bürgermeister Thomas Prinz am Modell das neue Pflegeheim

3.3.2011: Der Kaufvertrag ist unterschrieben: Die Stadt Laatzen verkauft einen Teil ihres Ahrberg-Grundstückes an das Pflegeunternehmen Wilkening. Bis zum Frühjahr 2013 soll auf dem Gelände zwischen Erich-Panitz-Straße und Mergenthaler Straße ein neues Zuhause für seelisch, geistig und körperlich kranke Patienten entstehen. „Ich freue mich, mit der Stadt Laatzen einen Partner gefunden zu haben, der mein Bauvorhaben höchst engagiert und mit viel Teamgeist begleitet“,  so Dr. med. Anne Wilkening, Geschäftsführerin des gleichnamigen Unternehmens, während der Pressekonferenz im Laatzener Rathaus.

  • Außenansicht
  • Blick auf das zukünftige Erdgeschoss

Integration der Patienten in das Wohnumfeld Laatzen-Mitte sei wichtig

Das neue Pflegeheim soll Platz bieten für 180 Erwachsene mit einer chronisch seelischen, geistigen und körperlichen Krankheit wie zum Beispiel Multiple Sklerose oder Parkinson. Im Mittelpunkt der Betreuung soll die sogenannte aktivierende Pflege stehen, die die Persönlichkeit und Fähigkeiten der Patienten im Tagesablauf berücksichtigt und fördert und ihnen Raum gibt, selbstbestimmt zu leben. Dazu gehöre auch die Sterbebegleitung, so Vera Koch, Heimleiterin der Wilkening Häuser in der Wolfstraße und Brandesstraße in Hannover. Mehr als hundert Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sollen künftig an dem neuen Standort arbeiten. Vera Koch und Thomas Edenhuizen werden die Heimleitung übernehmen. Beide arbeiten bereits seit Jahren für das Unternehmen Wilkening in Hannover. 

„Die Bewohnerinnen und Bewohner des Pflegeheims werden das Stadtbild von Laatzen-Mitte mitgestalten. Umso wichtiger ist es, sie in das Alltagsgeschehen und das Wohnumfeld einzubeziehen. Ich wünsche mir, dass die Laatzenerinnen und Laatzener ihre neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger wie gewohnt engagiert dabei unterstützen“,  so Bürgermeister Prinz. 

Das Unternehmen Dr. med. E.A. Wilkening Pflegeheime GmbH ist in der Region nicht unbekannt: An Standorten in Winzenburg, Hameln und Hannover betreuen mehr als hundert Mitarbeiter etwa 800 Patienten. Eine derartige Rundumbetreuung ist in der Region Hannover einzigartig.

Markanter Bau mit fünf Etagen: Pflegeheim soll Laatzener Stadtbild prägen

Der Entwurf für das 10.293 Quadratmeter große Pflegeheim stammt vom hannoverschen Architekten Dipl.-Ing. Hans-D. Hamann. Auf fünf Etagen wird es neben Einzel- und Doppelzimmern mit Wohn- und Kochnischen zahlreiche Aufenthaltsbereiche geben. Das Erdgeschoss ist durchlässig gestaltet und bietet Räume für Frisör, Arzt, Personal, Gymnastik- und Kreativangebote. Zwei angrenzende Gartenanlagen mit Terrasse sind von hieraus bequem zu erreichen. Offene Sitzgruppen im Foyer und in der Lobby sowie ein Sportbistro im lichtdurchfluteten Mitteltrakt laden zum Verweilen ein. Der zweihundert Quadratmeter große Speisesaal mit angrenzender Bühne soll unter anderem für öffentliche Veranstaltungen genutzt werden. Eine ähnliche Gestaltung findet sich in den Obergeschossen wieder. Alle Räume sind barrierefrei und behindertengerecht. Der rechte Gebäudetrakt ist unterkellert. Hier sollen ein Kino, Waschküche, Versorgungsräume, Heizung, Archiv und Personalumkleiden Platz finden.

„Mit dem Pflegeheim entsteht nicht nur ein Anlaufpunkt für pflegebedürftige Mitmenschen, sondern auch ein markantes Symbol, das das Gesicht der Laatzener Innenstadt langfristig prägen wird“, freut sich Prinz. Die Bauarbeiten für das Energieeffizienzhaus sollen im Spätsommer 2011 beginnen und 16,5 Millionen Euro kosten.

Entscheidung für das Grundstück fiel in Rekordzeit

Drei Monate sind vergangen von den ersten Gesprächen zwischen der Stadt Laatzen als Eigentümerin und dem Unternehmen Wilkening bis zum Vertragsabschluss. Am 7. Januar hatte Wilkening den Kaufvertrag unterzeichnet mit dem Recht vom Kauf zurückzutreten, da auf dem Gelände früher Erdöl gefördert worden ist. Die anschließenden Untersuchungen hatten jedoch bestätigt, dass der Boden sauber ist, wonach der Kaufvertrag zum 28. Februar rechtskräftig geworden ist.

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