Rucksackprojekt an der Grundschule Pestalozzistraße

Simone Georges von der Stadt Laatzen, Birgit Geyer, Rektorin der Grundschule Pestalozzistraße, und Laatzens stellvertretende Bürgermeisterin Gabriela Neumann-Köhler bei der Zertifikatsverleihung (v. l. n. r.).

Rucksackmütter erhalten Zertifikate

Am Mittwoch, 26. Januar, endete das Rucksackprojekt an der Grundschule Pestalozzistraße. Nach zwei Jahren intensiver Zusammenarbeit heißt es für die zehn Teilnehmerinnen Abschied nehmen, zumindest vorerst.

 

Nach zwei Jahren heißt es Abschied nehmen: Die zehn Teilnehmerinnen des Rucksackprojektes an der Grundschule Pestalozzistraße, Laatzen präsentieren ihre Abschlusszertifikate.

„Ihr habt viel Mut, Ausdauer und Fleiß bewiesen und seid über Euch hinausgewachsen“, lobt Rucksackmutter Lili Baradan-Farshchi die Teilnehmerinnen bei der Zertifikatsvergabe in der Grundschule Pestalozzistraße. „Das Rucksackprojekt hat einige von Euch darin bestärkt, auch mit Kind eine Ausbildung zu beginnen oder einen Deutschkurs zu besuchen. Andere wiederum haben den Mut gefasst, Behördengänge eigenständig zu erledigen“, so Baradran-Farshchi stolz. Weiterhin sei mit den wöchentlichen Treffen das Selbstbewusstsein der Teilnehmerinnen gestiegen, ihre Sprachkenntnisse hätten sich weiterentwickelt, so Baradran-Farshchi weiter. „Die Kommunikation zwischen Schule und Familie hat sich stark verbessert. Dank Euch sind auch schwer erreichbare Eltern über wichtige Neuigkeiten informiert“, weiß Birgit Geyer, Rektorin der Grundschule Pestalozzistraße, die das Rucksackprojekt von schulischer Seite unterstützt. Bürgerinnen und Bürgern in Laatzen hätten das Projekt positiv bewertet, sodass nach einem halben Jahr bereits eine zweite Rucksackgruppe gegründet wurde. „Ich würde mich freuen, wenn auch andere Schulen und Städte das Rucksackprojekt aufgreifen würden und die Vernetzung untereinander weiter steigt“, wünscht sich Laatzens stellvertretende Bürgermeisterin Gabriela Neumann-Köhler zum Ende der ersten Projektgruppe.

Nachfolgeprojekt geplant: Mikroprojekt Bewerbungstraining

Für viele der Teilnehmerinnen bedeutet das Ende des Rucksackprojektes gleichzeitig ein Neubeginn: Am Mittwoch, 2. Februar, startet im Rahmen des Förderprogramms Stärken vor Ort das Mikroprojekt „Bewerbungstraining“. Hilke Vollmann, Dipl.-Sozialwissenschaftlerin, und Lili Baradran-Farshchi geben Frauen mit und ohne Migrationshintergrund Tipps zum Wiedereinstieg ins Berufsleben. An zehn Terminen lernen die Teilnehmerinnen eine Bewerbung zu verfassen, erhalten Ratschläge für das Jobinterview und das passende Bewerbungsoutfit sowie konkrete Vorschläge für ihre weitere Berufsplanung. Die gelernte Arzthelferin Zeinab Zamat, 26, schaut dem Kursbeginn bereits erwartungsvoll entgegen: „Nach der Geburt meiner zwei Kinder freue ich mich, abseits des Familienalltags etwas zu unternehmen, was meinem Werdegang zugutekommt.“

Elternförderung und Sprachbildung mit dem Rucksackprogramm

Das Rucksackprogramm versteht sich als ein Elternbildungs- und Sprachförderprogramm für Familien mit und ohne Migrationshintergrund. Ziele sind die Förderung von Mehrsprachigkeit bei Migrantenkindern, Unterstützung der Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder, Förderung der allgemeinen kindlichen Entwicklung, Stärkung des Selbstwertgefühls der Eltern und ihrer Kinder sowie Stärkung der interkulturellen Qualität der Einrichtung. Derzeit gibt es zwei Rucksackgruppen an der Grundschule Pestalozzistraße, eine weitere an der Schule am Kiefernweg. Das Konzept für die Umsetzung des Rucksackprojektes in der Grundschule Pestalozzistraße ist in Zusammenarbeit von Lehrkräften, Schulsozialarbeit, Schulleitung und dem NiKo-Projekt entstanden.

Startseite » Familie » Schulen » Grundschule Pestalozzistraße » Rucksackmütter erhalten Zertifikate

Kontakt

Pressestelle
Matthias Brinkmann

Marktplatz 13
30880 Laatzen

Telefon:
0511 8205-9911

E-Mail

Stärken vor Ort
Ilse Engelke
Koordination
Marktplatz 13
30880 Laatzen

Telefon:
0511 30055387

E-Mail