Situationsansatz: Kita-Mitarbeiter erhalten Auszeichnung
„Mit ihrer Weiterbildung steigern Sie die Qualität der Laatzener Kindertagesstätten“, bedankt sich Gabriela Neumann-Köhler im Rahmen der Abschlussveranstaltung bei den 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. „Für die Zukunft wünsche ich mir, dass auch Laatzener Schulen nach dem Situationsansatz arbeiten.“ Hier gäbe es noch reichlich Nachholbedarf, versichert Laatzens stellvertretende Bürgermeisterin. Ludger Pesch, Direktor des Institutes für den Situationsansatz der Freien Universität Berlin (ISTA), lobt das Engagement der Stadt Laatzen: „Wir haben mit Laatzen einen tollen Kooperationspartner gefunden, der das frühpädagogische Profil in den Betreuungseinrichtungen gezielt fördert.“ Anschließend blickte Pesch auf die 30-jährige Geschichte des Situationsansatzes zurück. Heike Witte, Leiterin der Kindertagesstätte Wülferoder Straße, wünscht sich eine Neuauflage: „Die gemeinsame Ausbildung hat die Kindertagesstätten stärker zusammengeschweißt. Wir würden uns freuen, wenn auch alle neuen Leiterinnen und Leiter der Kitas sowie deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diese Ausbildung besuchen würden.“ Mit dem Abschlusszertifikat, das den Teilnehmenden qualifizierte Basiskompetenzen nach dem Situationsansatz bescheinigt, erhielten sie einen persönlichen Kristall. „Der Kristall symbolisiert den Schatz, den Ihr dank der Ausbildung nun in Eurer Tasche habt. Wie der Kristall trägt auch der Situationsansatz viele Farben und Facetten in sich“, so Dozentin Marion Boehm de la Torre.
60 Besucherinnen und Besucher verfolgten die Abschlussveranstaltung in der Thomasgemeinde, darunter Studierende sowie Kita-Fachkräfte aus Laatzen, Hannover und den Einrichtungen der freien Trägerschaft.
Die 25-tägige Fortbildung erfolgte auf Initiative der städtischen Kindertagesstätten mit dem Ziel, ein gemeinsames pädagogisches Konzept für alle Laatzener Kitas zu entwickeln. Veranstalter war die ISTA unterstützt von der Dozentin Marion Boehm de la Torre. Grundidee des Situationsansatzes ist es, Kinder durch verlässliche Beziehungen und ein anregendes Umfeld in ihrer Weiterentwicklung zu unterstützen. Kinder haben demnach eigene Rechte und können das pädagogische Programm selbst mitgestalten. Für die Laatzener Kitas ist das nichts Neues: „Wir arbeiten bereits seit 20 Jahren nach dem Situationsansatz“, so Heike Scheunert, die die Fortbildung als Kita-Fachberaterin der Stadt Laatzen bis 2010 begleitete. „Mit der Fortbildung werden wir jedoch noch professioneller.“
An der Ausbildung nahmen alle Leitungskräfte der städtischen Kitas sowie je eine Erzieherin teil. Das Gelernte setzten die Teilnehmenden in Praxisprojekten um, die sie beim Abschlusskolloquium präsentierten. So erweckte die Kindertagesstätte Sudewiesenstraße die Kinderküche erneut zum Leben. Die Kita Brucknerweg initiierte gemeinsam mit den Kindern ein Theaterstück.
Eine Auswahl aller Abschlussprojekte gibt es in Kürze auf www.laatzen.de.




